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Schriften von Dr. Hannes C. Kapuste:
Schriften zur "Suchtmedizin"


Themen:
Eugenik als Hintergrund unserer Drogenpolitik?
Böse Folgen eines BGH Fehlurteils
Menschen, die keinen Arzt mehr finden.
Die verborgene Norm
Familientherapie und Schizophrenie
Therapie in der Familie
Schizophrenie eine körperliche Erkrankung?
Familientherapie und Psychiatrie
Alchimie des Gemüts
LSD gilt nicht als Heilmittel
Medizinisch nutriologische Grundlagen
Risikoträchtige Relikte
Histamin und die Methadonbehandlung
Medizinische Differenzierung Heroinsuchtproblem
ZUR PSYCHOLOGIE DER SUCHT
Persönlichkeit und Herkunft Heroinabhängiger
Aufschlussreicher Briefwechsel
Der verheerende Einfluss des Patentrechts
Pointierte Thesen und Tatsachen zum Heroin Problem
Das Geheimnis der sogenannten Heroinsucht
Pyrrolurie - Vit. B6 & Zink
Neuroleptika im Vergleich zu "Drogen"
Information - Methainformation


Allgemein:
RECHTLICHES


Pyrrolurie - Vit. B6 & Zink

Vitamin B6 Pyridoxin 



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Therapeutische Erfolge und offene Fragen.
Dr. Hannes Kapuste
1) Institut für AusbiIdungsforschung, Hufnagelstr. 1
80686 München, Tel.: 089-573 550, Fax: -5476 3021
mailto:hannes.kapuste@t-online.de
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I N H A L T 

Anstatt Pfeffer und Salz
Eine genetische Besonderheit
Auch eine Sonderbegabung
Behandlung der Störung
Genie und Wahnsinn
Psychiatrische Fehlbehandlung
Geschichte der Pyrrolurie
Abbildung 1
Praktisches Vorgehen
Zeichen der Dependenz
Offene Fragen
Lernstörungen und Legasthenie
Vit. B6 & Zink bei 1000 Krankheiten
Therapeutische Nebenwirkungen
Tabelle
LITERATUR
Anhang



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A N S T A T T   P F E F F E R   U N D   S A L Z 

Carl C Pfeiffer, der Pionier der Orthomolekularmedizin, der sich im letzten Jahrzehnt seines Lebens so engagiert um die Entwicklung im deutschen Sprachraum bemüht hat, sagte in seinen Vorträgen manchmal: "Es wäre besser, wenn die Leute, anstatt beim Essen noch einmal mit Pfeffer und Salz zu würzen, Vitamin B6 und Zink dazu nehmen würden." Bei den großen Verlusten von Zink (aber auch anderen Mineralien) durch die Raffinierung unserer Nahrungsmittel und angesichts der vielen Vitamin B6-Antimetaboliten, die uns in Form von Treibstoff für Militärflugzeuge (Hydrazine) oder auf Tabakpflanzen gesprüht, ja sogar als Mittel zur Hemmung der Reifung auf Pfirsichen, Nektarinen, Tomaten, Weintrauben und Äpfeln erreichen (15, 44), ist diese Empfehlung nicht viel zu weit gegangen. Es ist aber nicht nur die Umweltbelastung, die bei so vielen Menschen heute einen besonderen Bedarf an B6 und Zink verursacht.




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E I N E   G E N E T I S C H E   B E S O N D E R H E I T 

Individuelle Besonderheiten sind oft biochemisch, genetisch geprägt und erlauben nicht selten am Punkt dieser Prägung mit Nutrienten einzugreifen. Dieses allgemeine Konzept der Nutriologie ist seit langem gut beschrieben (1-12). Eine der interessantesten dieser genetotrophischen, also genetisch geprägten und nutriologisch beeinflußbaren, Besonderheiten ist die Malvaria oder Pyrrolurie, die zu einer kombinierten Abhängigkeit von Vitamin B6 und Zink führt.

Pyrrole sind Bausteine des Häms, und werden normalerweise nicht frei im Urin, sondern in Gallenfarbstoffen zu viert aneinander gebunden mit dem Stuhl ausgeschieden. In freier Form haben sie eine chemische Affinität zu Pyridoxal-5-Phosphat, der aktiven Form des Vitamin B6, und bilden damit einen Zink-chelierenden Komplex, der mit dem Urin ausgeschieden wird. Das führt zu der Kombinierten Defizienz.

Die Pyrrolurie ist weit verbreitet und führt aufgrund des kombinierten Mangels zu vielen spezifischen, oft leicht zu behandelnden Störungen. Die Kenntnis der Pyrrolurie gehört zum Allgemeingut der Orthomolekularmedizin (7-16). Obwohl diese biochemische Besonderheit seit bald 20 Jahren wissenschaftlich geklärt (17-30) und seitdem kontinuierlich bestätigt wurde (31 -37), hat die Schulmedizin darauf bis heute nicht offiziell reagiert, und in psychiatrischen Anstalten muß man sogar feststellen, dass die nötigen Supplementierungen Geisteskranker, wie "von ganz oben" gesteuert, konsequent unterbunden werden (40). Wegen der reichen und weit über die Psychiatrie hinausgehenden therapeutischen Möglichkeiten, die gerade mit dieser biochemischen Besonderheit verbunden sind, soll die Pyrrolurie hier ausführlich belegt und besprochen werden.



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A U C H   E I N E   S O N D E R B E G A B U N G 

Abgesehen von den häufigen persönlichen und pädagogischen Problemen und den somatischen und psychiatrischen Gefährdungen, die mit dem kombinierten Mangel an Vitamin B6 und Zink verbunden sind, kann die Pyrrolurie über eine spezifische Störung des auditiven Kurzgedächtnisses zu einer defektbedingten Sonderbegabung führen. Diese hängt damit zusammen, dass Menschen mit Pyrrolurie sich von dem, was sie hören, nur das merken können, was sie verstehen. Man erkennt das bei diesen Menschen an einer fehlenden Traumerinnerung, einem schlechten (akustischen) Namensgedächtnis, dem häufigen Verlegen von Gebrauchsgegenständen und an einer typischen Art von Zwischenfragen beim Zuhören, mit denen sie - jeweils nach Ende einer Gegenwartsspanne von 10 Sekunden - klären, was sie eben nicht verstehen konnten.

Dieses fehlende Gedächtnis für nicht verstandene akustische Information führt nun unter guten pädagogischen Bedingungen zu einer besonderen Gedächtnisstruktur, in der alles, wie an roten Fäden aufgehängt, in sinnvollen Zusammenhängen erinnert wird. Diese Eigenschaft kann sehr wertvoll sein und in mündlichen Prüfungen und bei Aufgaben, bei denen Übersicht oder Analyse von Zusammenhängen gefordert sind, als Hochbegabung imponieren. Die damit verbundene Unfähigkeit der Pyrroluriker, sich reine Fakten und verbreitete, aber nicht einer klaren Ethik zu entnehmende Regeln zu merken, führt bei vielen der Betroffenen kompensatorisch zu einer besonderen Aufmerksamkeit in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Das beruht auf dem realen Bedürfnis, sich von der normaleren Species Mensch korrigieren zu lassen, wenn die eigenen Ideen - infolge mangelhafter Kenntnis der Fakten - an der Wirklichkeit vorbei führen könnten. In geeigneten komplementären Beziehungen sind diese Menschen so zu recht ungewöhnlichen und oft wertvollen Leistungen befähigt, z.B. in Bezug auf die Klärung moralischer Widersprüche oder die Erkenntnis komplexer Zusammenhänge. Pfeiffer beschreibt z.B. Charles Darwin als Pyrroluriker.



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B E H A N D L U N G   D E R   S T Ö R U N G 

Die Kehrseite dieser defektbedingten Begabungen liegt in einer typischen Streßunverträglichkeit. Dabei kann es passieren, dass der Versuch, eine Unordnung aufzuräumen, wegen der dauernden Kurzgedächtnisfehler bei der Übernahme der Gegenwartsinformation aus dem Ultrakurzzeitgedächtnis (so nennt man die Gegenwartsspanne von 10 Sekunden auch) nicht gelingt und sogar zu Vermehrung der Unordnung führt Bei Anblick des so entstandenen Chaos neigen geschulte Psychiater dazu, eine schizophrene Psychose zu diagnostizieren. Da Menschen mit Pyrrolurie unter Stress tatsächlich mit großen Ängsten verbundene Zustände erleben können, kann das zur Einlieferung in eine psychiatrische Anstalt führen.

Wie der Pavor nocturnus pyrrolurischer Kinder vergehen diese Angstzustände in den meisten Fällen mit allen genannten Symptomen bei Behandlung mit höheren Dosen von Vitamin B6, nach Pfeiffer binnen Stunden und Tagen, nach eigenen Erfahrungen oft binnen Minuten, mit Pyridoxal-5-Phosphat sublingual auch sofort. Man supplementiert Pyrroluriker auf Dauer mit Vitamin B6 und Zink: B6 morgens in individuell nach dem Eintreten der Traumerinnerung bestimmten hohen Dosen von 50 bis 300, manchmal 1000 und mehr Milligramm, und Zink vor dem Schlafen in normalen Dosen von 15 his 30 mg als Picolinat, Citrat, Aspartat, Orotat, Glukonat oder auch Sulfat.



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G E N I E   U N D   W A H N S I N N 

In den beschriebenen Phänomenen der Pyrrolurie liegt sicher ein gut Teil Erklärung für lange schon gesehene Zusammenhänge zwischen Genie und Wahnsinn. Obwohl Pfeiffer 30% der Schizophrenien auf Pyrrolurie zurückführt und in manchen Familien pyrrolurische Psychosen tatsächlich gehäuft auftreten, liegt aber die Wahrscheinlichkeit, eine psychiatrisch diagnostiziere Psychose zu erleben, bei Pyrrolurikern höchstens in der Größenordnung von 5%. Da damit die Hochbegabungen die Psychosen überwiegen, ist die Pyrrolurie auch ohne Behandlung mit Supplementen im Verlauf der Zeiten nicht ausgestorben.



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P S Y C H I A T R I S C H E   F E H L B E H A N D L U N G 

Wegen ihrer bisherigen Mißachtung dieser Zusammenhänge und klinischen Erfahrungen ist die übliche Behandlung durch die Schulpsychiatrie den Menschen mit Pyrrolurie nicht förderlich. Die traditionell-psychiatrischen Kategorien klassifizieren diese Menschen falsch. Die psychiatrische Regelbehandlung mit Neuroleptika schadet den Pyrrolurikern körperlich, und persönlich setzen die typischerweise nicht ehrlichen Umgangsformen der Psychiater diesen auf Redlichkeit angewiesenen Menschen sehr zu. Man muß daher davon ausgehen, dass ein Drittel aller sogenannten schizophrenen Patienten vernichtend falsch behandelt werden. Unter den etwa 9 Millionen deutsch sprechenden Menschen der pyrrolurischen Species sind das etwa 300.000 irgendwann in ihrem Leben wegen einer Psychose psychiatrisch behandelte Menschen. Da deren typische Störungen vielfach leicht und verlässlich mit Pyridoxin und Zink zu beheben sind, findet der nutriologisch denkende Arzt in der Pyrrolurie eine ungewöhnlich dankbare therapeutische Aufgabe.



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G E S C H I C H T E   D E R   P Y R R O L U R I E 

Die Entdeckung von Kryptopyrrol (KP) im Urin von LSD-behandelten Personen war tatsächlich das Ergebnis einer gezielten Suche nach einer Substanz, die die Schizophrenie erklären kann. Im Jahr 1959 fand Payza im Papierchromatogramm an der Stelle des Bufotenins einen malvenfarbenen Fleck, den man “Mauve Factor” nannte. 1961 wurde dieser Fleck von Irvine auch bei Schizophrenien gefunden (17) und die dazu gehörende Form der Schizophrenie von Hoffer und Mahon (18) und Hoffer und Osmond (19) als "Malvaria" beschrieben. Interessanterweise fand sich der Malvenfaktor aber auch bei Verwandten der schizophrenen Patienten mit Malvaria, bei 24% der verhaltensgestörten Kinder und bei 7-11% der normalen Bevölkerung (10, 19, 20). Die Aufklärung der chemischen Struktur des Malvenfaktors als Kryptopyrrol (2,4-Dimethyl-3-äthylpyrrol) gelang Irvine aber erst 1969 nach Lösung größerer methodischer Probleme (21,25) und wurde 1970 von Sohler et al. bestätigt (22).

Pfeiffer und Iliev, die 1972 bei einem Teil der Schizophrenen einen Mangel an Zink mit Kupferüberschuß gefunden hatten (22), stellten dann 1973 fest, dass die Pyrrolurie zu diesem kombinierten Mangel an Vitamin B6 und Zink führt. Kryptopyrrol verbindet sich nämlich in vitro et vivo mit Pyridoxa1-5-phosphat (der aktiven Form von Vitamin B6) zu einer stabilen Schiff’schen Base, die dann mit Zink komplexiert (Abb. 1, 24). Damit werden die beiden essentiellen Nutrienten dem Körper entzogen.
1974 zeigten Pfeiffer und die Mitarbeiter seines Brain Bio Center (BBC) in Princeton dann auch, dass die pyrrolurische Schizophrenie mit hohen Dosen von Pyridoxin und einem Zink-Supplement sehr erfolgreich behandelt werden kann (28), dass es ferner ein häufiges klinisches Zeichen für den latenten Zinkmangel gibt, nämlich weiße Fleckchen auf den Nägeln (Leukonychie) (29), und Sohler, der leitende Chemiker im BBC, entwickelte zusammen mit anderen einen photometrischen Screening-Test auf Kryptopyrrol mit Hilfe von Ehrlich's Reagenz, der leicht durchzuführen ist (30).

Abb. 1: Die Bindung von Pyridoxal-5-phosphat und Zink an Kryptopyrrol führt zur Bildung eines Zinkchelats (nach Pfeiffer 1973 (24))



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A B B I L D U N G   1 

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In den folgenden Jahtren wurden dann am BBC in Princeton, NJ in USA und bei vielen Vertretern der Orthomolekularmedizin Patienten mit psychischen Störungen systematisch untersucht und diese mit einer Vitamin B6-Dependenz kombinierte, endemische, latente Form des Zinkmangels genauer beschrieben. Die psychologischen Symptome wurden meist durch den psychometrischen Test von Hoffer und Osmond (HOD) quantifiziert (26, 52, 53).

Das Zink wurde im Serum und das Kryptopyrrol im Urin bestimmt und auf dieser Basis die Behandlung pyrrolurischer Störungen von Pfeiffer, der in Princeton allein einige tausend Patienten sah (10, 32, 33, 37), und anderen (31, 34) klinisch erprobt und validiert. Nach eigenen Erfahrungen ist das orthomolekularmedizinische Konzept der Pyrrolurie für Diagnose, Verständnis und Therapie von vielen Patienten sehr wertvoll (36, 39).



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P R A K T I S C H E S   V O R G E H E N 

Nachdem nach den frühen Studien mindestens 10% der Bevölkerung pyrrolurisch veranlagt sind, hat diese interessante Besonderheit Bedeutung für einen verständigeren Umgang mit Menschen im allgemeinen und für die praktische Behandlung eines Teils der Patienten aller medizinischen Sparten im besonderen.

Die Labordiagnose des Zinkmangels ist noch immer problematisch weil die üblichen Werte in Serum und Haar nur bedingte Aussagen erlauben (16) und die verläßlichen Tests der alkalischen Phosphatase auf Gaben von Zink (41) und der Zinkbindungsfähigkeit im Serum (42) in der Humanmedizin bisher leider nicht standardisiert worden sind. Die Messung von Zink im Schweiß, ein nützlicher und sensibler Index des Zinkstatus, ist bisher nur in London verfügbar (54). Wegen der Instabilität des Kryptopyrrols in wässriger Lösung, des großen experimentellen Aufwands seiner chromatographischen Bestimmung, der Unbestimmtheit des Screeningverfahrens (das ja auch Urobilinogen mit erfasst), der mangelhaften Abgrenzung der normalen von den pathologischen Werten und der allgemeinen Problematik quantitativer Bestimmungen im Urin, ist auch die eindeutige Abgrenzung der Pyrrolurie unsicher. Da auch die verschiedenen Ansätze zur Bestimmung des Vitamin B6-Mangels noch problematisch sind (16), stellen die meisten nutriologisch arbeitenden Ärzte die Diagnose der B6 & Zink-Dependenz aufgrund der typisch pyrrolurischen Persönlichkeit. Der aktuelle Bedarf wird nach den deutlichen klinischen Zeichen des Mangels und dem Erfolg der Behandlung mit den beiden Nutrienten ex iuvantibus (durch Probieren) bestimmt. Diese Behandlung ist problemfrei und sicher, wenn man folgendes beachtet:
1. Sehr hohe Dosen von Pyridoxin stellen besonders hohe Anforderungen an die Reinheit des Präparates.
2. Um die Umwandlung von Pyridoxin in Pyridoxal-5-Phosphat sicherzustellen, und damit den bekannt gewordenen Neurotoxien vorzubeugen (44) sollten mit höheren Dosen auch die Cofaktoren dieser Umwandlung, Riboflavin und Magnesium, gegeben werden.
3. Bei mangelhafter Wirkung von Pyridoxin ist ein Versuch mit Pyridoxal-5-phosphat angezeigt, das von amerikanischen Herstellern auf Rezept bezogen werden kann (40).
4. Hohe Dosen von Zink über lange Zeit sind mit Mangan zu kompensieren.
5 Patienten mit Epilepsien sollten vor der Zinkbehandlung erst einen Monat Mangan erhalten (45).



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Z E I C H E N   D E R   D E P E N D E N Z 

Klinische Zeichen des aktuellen Mangels an Vitamin B6 sind vor allem die beschriebene typische Kurzgedächtnisstörung mit weitgehend fehlender Traumerinnerung, schlechtem (akustischem) Namensgedächtnis und Zuhörvermögen und einem Gefühl der inneren Unruhe, Nervosität und Irritabilität, manchmal bis hin zur Angst, in anderen Situationen auch Müdigkeit, Depression und Schwäche. Das Verschwinden dieser Symptome mit Vitamin B6 kann in typischen Fällen wie das Erwachen mit einem neuartigen Wohlbefinden erlebt werden, mit Pyridoxin oral binnen 10 Minuten oder Stunden und mit Pyridoxal-5-phosphat sublingual in Momenten.

Ein häufiges und leicht erkennbares Zeichen des Zinkmangels ist die Leukonychie (32), das sind kleinere oder größere weiße Fleckchen auf den Fingernägeln, weiße Querstreifen (die bei Frauen manchmal im Periodenrhythmus entstehen) oder weißlich opake Nägel, die mit Zinkbehandlung sicher verschwinden (die kleinen) oder in 5-6 Monaten herauswachsen (die großen) und nicht neu entstehen. Die Leukonychie ist ein häufiges Zeichen des Zinkmangels, allerdings mit falschen Positiva, denn auch Albuminmangel (unter 2,2 mg% z.B. bei Nephrose) und Kupferüberschuß (der bei Zinkmangel eintritt und mit Zinkbehandlung vergeht) sowie Traumata sind Faktoren. Für Pyrrolurie ist sie sehr charakteristisch, aber es gibt auch Menschen mit Pyrrolurie, die keine Fleckchen haben, oder sie nur aus jungen Jahren erinnern. Man kann aber bei Begegnungen im Alltag auf die Fleckchen achten und die Verhaltensweisen vergleichen, um ein anschaulich konsistentes Bild der besonderen Eigenart dieser “Rasse mit Fleckchen" zu gewinnen.

Weitere Zeichen des Zinkmangels (47, 55) sind brüchige Nagel, Querfurchen an den Nägeln, Haarausfall und struppige Haare, ferner Striae der Haut an Hüften, Schenkeln, Abdomen und Schultergürtel, die wie Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen an Knie und Hüfte, Morbus Schlatter und Perthes damit zusammenhängen, dass beim Aufbau von kollagenen und elastischen Fasern Zink-Metalloenzyme beteiligt sind. Vielleicht kann man mit Zinksupplementen die Entstehung von Schwangerschaftsstreifen verhindern.
Ein wichtiges Zeichen des Zinkmangels sind auch Geschmacksstörungen, die signifikant mit dem Zinkmangel korrelieren (43) und zu Appetitlosigkeit bis hin zur und Anorexie (46) führen können. Eine schlechte Futterverwertung, Gedeih- und Wachstumsstörungen stehen damit in Zusammenhang. Verzögertes Wachstum, verzögerte sexuelle Reife bei Knaben und Amenorrhö und Anovulation hei Frauen kommen vor. Weitere Zeichen des Zinkmangels sind Nachtblindheit, unsichere Unterscheidung von rechts und links, eine legasthenische Tendenz, deutlich verminderte zelluläre und humorale Immunität und schlechte Wundheilung. In der Schwangerschaft kann es zu Nausea, Ödemen und Eklampsie und in schweren Fällen zu Missbildungen kommen.



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O F F E N E   F R A G E N 

Bei den Versuchen, die von Pfeiffer beschriebenen Zusammenhänge zwischen Kryptopyrrol, der kombinierten Vitamin B6- und Zink-Defizienz und den beobachteten Symptomen genauer zu klären, sind eine Reihe von Unstimmigkeiten und offenen Fragen aufgetreten. Nach Gorchein (56) kann man KP nicht als den ursächlichen Faktor einer Schizophrenie betrachten, sein Auftreten ist aber immer mit irgendeiner Form von Psychose verbunden. KP tritt bei den hepatischen Porphyrien, wie bei der akuten intermittierenden P., der P. cutanea tarda und der P. variegata, mit neurologischen und psychischen Symptomen auf, bei akuten und chronischen Schizophrenien, aber auch bei 10% der "normalen' Kontrollpersonen. Hoffer und Osmond (10) diagnostizieren bei Menschen, die KP ausscheiden eine "Malvaria", aber wie will man eine solche Klassifizierung bei den 200 Patienten vornehmen, deren Kryptopyrrolausscheidung nach dem Screening-Verfahren mit Ehrlich's Reagenz die folgende Abbildung zeigt, insbesondere wenn die Diagnosen und Symptome keine eindeutigen Zusammenhänge mit den Messungen erkennen lassen (57)?

Kryptopyrrol
mcg/dl
0-<10 lllllllllllllllllllllllllllllllllll 35
10-<20 llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll 52
20-<30 lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll 53
30-<40 lllllllllllllllllllllllll 25
40-<50 lllllllllllllll15
50-<75 llllllllll 10
75-<I00 llll 4
>l00 llllll 6
Abb. 2: Kryptopyrrol im Urin von 200 ausgewählten Patienten (Quelle Dr. Roman Lietha (57))

In Bezug auf die Herkunft des Kryptopyrrols sind verschiedene Mechanismen diskutiert worden (35). Sohler, Pfeiffer et al. dachten an eine Überproduktion von Pyrrolen, bei der das KP über eine Stress-induzierte Erhöhung der Permeabilität in den allgemeinen Kreislauf gelangt (30); auch Ward sieht den Stress als wichtigen Faktor (31); Pepplinkhuizen et al. beobachteten eine erhöhte Synthese von Porphyrin und Pyrrolen bei Psychosen und im Stress (58), aber Durko et al. konnten beim Stress durch Hämodialyse keine Erhöhung der KP-Ausscheidung beobachten (35). In Bezug auf die enzymatischen Mechanismen der Fehlsynthese kann man eine Reihe von publizierten Hypothesen sammeln (57), aber sehr viele Daten sprechen für KP als Degradationsprodukt des Häm (35).Während somit schon die qualitativen Untersuchungen und Hypothesen kein klar es Bild der Wirkung von Kryptopyrrol auf Vitamin 6 und Zink geben können, überzeugt vor allen das quantitative Argument von Alan Gaby, dass die Mengen von KP um deren Ausscheidung es hier geht, niemals einen Bedarf von Megadosen von Vitamin 6 erklären können. Nachdem aber an dem weit verbreiteten Bedarf an Vitamin 6 und Zink kein Zweifel bestehen kann, und in vielen Fällen tatsächlich erst sehr hohe Dosen von B6 eine optimale Wirkung zeigen, sieht Gaby eher die weite Verbreitung von B6-Antivitaminen und die Möglichkeit einer Enzyminduktion mit hohen Dosen von Vitamin 6, als Erklärung an (11, 15). Damit wird zwar die Erklärung über das Kryptopyrrol zu einem Modell relativiert, aber nicht die ohnehin empfohlene Methode der Bestimmung des Bedarfs an Vitamin B6 und Zink ex iuvantibus. Um in diesem Sinne noch einige Sicherheit zu vermitteln, soll im folgenden auf eine Fülle an Kryptopyrrol-unabhängigen Untersuchungen zum Mangel an Vitamin B6 und/oder Zink hingewiesen werden.



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L E R N S T Ö R U N G E N   U N D   L E G A S T H E N I E 

In jüngerer Zeit sind sehr enge Zusammenhänge zwischen Zinkmangel und Lernstörungen infolge Legasthenie aufgedeckt worden (49). Da diese Störungen sich bei Zinkmangel in der Schwanger schaft als Entwicklungsstörung der retinokortikalen Bahnen manifestieren (50), ist ein enger Zusammenhang mit der Pyrrolurie anzunehmen. Die Legasthenie tritt bei Knaben dreimal häufiger auf als bei Mädchen, was mit dem höheren Zinkbedarf zur Bildung von Testosteron erklärt werden kann. In Förderschulen finden sich auffallend viele Kinder mit weißen Fleckchen auf den Nägeln und man kann bei diesen Kindern durch Supplementierung mit Zink und Vitamin 6 fast immer einen Fortschritt und zuweilen dramatische Erfolge beim Lesen und Lernen erzielen (51). Man findet bei
legasthenischen Kindern auch höhere Werte der toxischen Metalle Cadmium, Blei und Quecksilber (50), die nach vielen Untersuchungen in engem Zusammenhang mit Lernstörungen stehen (16).



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V I T .   B 6   &   Z I N K   B E I   1 0 0 0   K R A N K H E I T E N 

Eine sehr gute Übersicht über die Bedeutung von Vitamin B6 und Zink bei weiteren Krankheiten und Syndromen kann man aus dem Buch von Werbach gewinnen, der die klinische nutriologische Literatur nach Nahrung und Nutrienten und ihrem Einfluss auf Krankheiten durchforstet hat (16). Tabelle I gibt einen Überblick über die Bedeutung, die man aus den Ergebnissen der von Werbach referierten klinischen Forschungsarbeiten für die beiden hier besprochenen Nutrienten Vitamin B, und Zink abschätzen kann.
Nach diesen Schätzungen haben, um einige Beispiele herauszugreifen, Vitamin B6 und Zink für den Verlauf und das Ergebnis einer Schwangerschaft, für die Pyrrolurie (bei den Schizophrenien) und die Legasthenie (bei den Lernstörungen) beide eine erstrangige, für die Immundefizienz, die Infertilität, für Lernstörungen und Schizophrenien allgemein und für das Ulcus pepticum beide eine zweitrangige Bedeutung. Ferner ist Vitamin B6, nicht aber Zink, für die Behandlung des prämenstruellen Syndroms und das Karpaltunnel-Syndrom von erstrangiger Bedeutung, und Zink, nicht aber Vitamin B6 für die Behandlung von Eßstörungen (Anorexie).

Die Tabelle kann hier nur ungefähre Anhaltspunkte geben und das Studium der Erfahrungsberichte natürlich nicht ersetzen. Man kann daran aber ersehen, dass Zink mit 53% und Vitamin B6 mit 48%, beide also etwa bei der Hälfte der Krankheiten eine Rolle spielen, für die sich überhaupt nutriologische Therapien finden ließen, beide zusammen hei 30%, d.h. etwas häufiger, als zu erwarten wäre, wenn sie voneinander unabhängig wären.



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T H E R A P E U T I S C H E   N E B E N W I R K U N G E N 

Die aufgeführten Krankheiten und Syndrome treten nicht unabhängig von einander auf und man wird häufiger feststellen können, dass es bei Behandlung einer Krankheit A (z.B. prämenstruelles Syndrom) auch zu einer
Tabelle 1: Vitamin B6 und Zink: klinische Bedeutung bei 100 Krankheiten
Die Ränge sind Bewertungen der in Werbach MR: Nutriologische Medizin - Ein Quellenbuch klinischer Forschung über den Einfluss von Nahrung, Nutrienten und Unverträglichkeiten auf mehr als auf 100 Krankheiten referierten Untersuchungen (16)



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T A B E L L E 

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Krankheiten, für die Werbach keine klinischen Arbeiten zu Vitamin B6 oder Zink referiert:
Adipositas, Aggressives Verhalten, Autoimmunkrankheiten, chronisches Erschöpfungssyndrom, Colon irritabile, Dumping -Syndrom, funktionelle Hypoglykämie, Gallenblasenerkrankungen, Glaukom, Hepatitis, Herpes Zoster, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Kardiomyopathie, klimakterische Beschwerden, Konstipation, Lupus erythematodes, Mastopathie, Menorrhagie, Mitralklappenprolapssyndrom, Raynaud-Syndrom, Reflux-oesophagitis, restless legs, Sklerodermie, Urtikaria (chronische), Vaskulitis, Vitiligo, Zervixdysplasie.



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Besserung der Krankheiten B und C kommen kann (z.B. Akne vulgaris und Ödeme). Im Gegensatz zu vielen xenobiotischen Medikamenten sind die "Nebenwirkungen" der Behandlung mit Zink und Vitamin B6 so gut wie ausschließlich erfreulicher Natur. Das liegt daran, dass von beiden Nutrienten je etwa zweihundert Enzyme abhängig sind oder reguliert werden (vergl. Zink-Metalloenzyme unten).

Sicherlich sind Pyrroluriker von manchen dieser Störungen besonders häufig und schwerer betroffen. Umgekehrt sind diese dann durch Gaben von Vitamin B6 und Zink oft besonders gut zu beeinflussen. Man wird aber in allen Fällen genauer prüfen müssen, welche anderen nutriologischen Maßnahmen bei den aufgeführten Krankheiten noch heilsam sind (16), denn Nutrienten arbeiten besser zusammen als einzeln gegeben. Man sollte auch erwähnen, dass sehr viele Pyrroluriker Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten entwickeln (34), die der Behandlung bedürfen (16,48). B6 und Zink sind oft nur der erste Schritt der nutriologischen Behandlung von Störungen bei Menschen mit Pyrrolurie.

Und da vieles langsam beginnt, was eine Störung werden will, ist es eine gute Idee, Vitamin B6 und Zink auch bei Menschen zu probieren, die meinen, dass sie gar keine Störungen haben - wie Pfeiffer sagte, "anstatt Pfeffer und Salz."



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L I T E R A T U R 

01 Williams, Roger J Biochemical Individuality. Austin Texas USA 1995.
02 Pauling, Linus: Orthomolecular Psychiatry. Science 160:265-27), 1968.
03 Williams, Roger J: Nutrition against Disease. Pitman Publishers New York 1971.
04 Hawkins D and Pauling L. Orthomolecular Psychiatry - The Treatment of Schizophrenia. Freeman & Co. San Francisco 1973.
05 Pauling, Linus: On the Orthomolecular Environment of the Mind: Orthomolecular Theory. Am J Psychiat 131:1251-57 1974.
06 Williams, Roger: A Physician’s Handbook of Nutritional Science. Charles C Thomas Publ, Springfield 1975.
07 Williams, Roger J et al. A Physician’s Handbook on Orthomolecular Medicine. Keats Publ Inc New Canaan, Connecticut USA 1977.
08 Wright, Jonathan V: Dr. Wright’s Book on Nutritional Therapy. Rodale Press, Emmaus PA 1979.
09 Burgerstein, Lothar: Heilwirkung von Nährstoffen - Orthomolekulare Medizin. Karl Haug Verlag Heidelberg, 7 Auflagen 1952- 94.
10 Pfeiffer Carl C: Nährstoff-Therapie bei psychischen Erkrankungen. Karl F Haug Verlag, Heidelberg. 7 Auflagen 1984-93.
11 Gaby, Alan: B6 The Natural Healer. Keats Publishing New Canaan, Connecticut 1984/87.
12 Davies, Stephen and Steward, Alan: Nutritional Medicine. Pan Books, London 1987.
13 Wiedemann , Michael: Der Gesundheit auf der Spur - Die Mikro-Nährstoffe der Orthomoekularmedizin. Ariston Verlag München 1989.
14 Wright, Jonathan V: Dr. Wright’s Book on Healing with Nutrition. Keats Publishing, Inc New Canaan, Connecticut USA 1990.
15 Wright, Jonathan V und Gaby, Alan R: Nutritional Therapy for the 1090's und
Gaby, Alan R und Wright, Jonathan V: Nutrtional Therapy in Medical Practice. Nutrtion Seminars, Carlisle, PA, (717-249-5403,
mailto:drgaby@earthlink.net, 1991-2007.
16 Werbach, Melvine R: Nutriologische Medizin - übersetzt und bearbeitet von Hannes Kapuste, Hädeke Verlag, Weil der Stadt 1999.
17 Irvine DG: Apparently non-Indolic Ehrlich-Positive Substance Related to Mental Illness. J Neuropsychiat 2:331, 1961.
18 Hoffer A. Mahon M: The presence of unidentified substances in the urine of psychiatric patients. J Neuropsyiat 2:331, 1961.
19 Hoffer A, Osmond H: Malvaria: A new Psychiatric Disease. Acta Psychiat Scand 39:335, 1963.
20 O’Reilly et al. The incidence of Malvaria. Brit J Psychiat 111:741, 11965.
21 Irvine DG et al. Identification of Kryptopyrrole in Human Urine and its Relation to Psychosis. Nature 224:811-813, 1969.
22 Sohler a et al.: Mauve Factor Reidentified as 2,4-Dimethyl-3-ethylpyrrole and it sedative effect on the CNS. Nature 228:1318, 1970.
23 Pfeiffer CC, Iliev V: A Study of Zinc Deficiency and Copper Excess in the Schizophrenias. Int Rev Neurobiol Suppl 1:141, 1972.
24 Pfeiffer CC, Iliev V: Pyroluria Urinary Mauve Factor Causes Double Deficiency of B6 and Zinc in Schizophrenics. Fed Proc 32:276, Abs. 350, 1973.
25 Irvine DG: Kryptopyrrole in Molecular Psychiatry. In HAWKINS, David und PAULING, Linus: Orthomolecular Psychiatry - Treatment of Schizophrenia. San Francisco 1973.
26 Keln, H: The Hoffer Osmond Diagnostic Test (HOD), in HAWKINS, David und PAULING, Linus: Orthomolecular Psychiatry - Treatment of Schizophrenia. San Francisco 1973.
27 Kohn MM. Der Hoffer-Ossmond-Diagnostische Test (HOD) deutsche Version. Diplomarbeit im Fach Psychologie, Ludwig- Maximilians- Universität, München, 1980.
(HOD) deutsche Version, Institut für Ausbildungsforschung, Hufnagelstr. 1, 80686 München, mailto:hannes.kapuste@t-online.de
28 Pfeiffer CC et al.: The Treatment of Pyroluric Schizophrenia (Malvaria) With Large Doses of Pyridoxine and a Dietary Supplement of Zinc. J OrthomolPsychiat: 3:292-300, 1974.
29 Pfeiffer DD, Jenney EH: Fingernail White Spots: Possible Zinc Deficiency, JAMA 228:157, 1974.
30 Sohler A, Pfeiffer CC et al.: Rapid Screening Test for Pyloruia; Useful in Distinguishing Schizophrenic Subpopulation. J OrthomolPsychiat 3:273-9, 1974.
31 Ward J: Relationship of Kryptopyrrole, Zinc and Pyridoxine in Schizophrenics. J Orthomol Psychiat. 4(1), 1975.
32 Pfeiffer Carl C: Zinc and other Micro-Nutrients. Keats Publishing Inc, New Canaan, Connecticut 1978.
33 Pfeiffer Carl C und Braverman ER: Zinc, The Brain and Behavior. Biol Psyhiat 17(4), 1982.
34 McCabe D: Kryptopyrroles. J OrthomolPsychiat 12, 1983,
35 Durko I et al.: The Effect of Hemodialysis on the Excretion of the Mauve Factor in Schizophrenia. J Orthomol Psychiat 13:222-32, 1984.
36 Kapuste H: Medizinische Differenzierung des Heroin-Suchtproblems. Wiener Zeitschrift für Suchtforschung 1/2:77ff, 1986.
37 Pfeiffer CC, Audette L: Pyrrolurie, Zink und B6-Defizienzen. ORTHOMolekular 5:194-7, 1988.
38 Bakan P: Confusion, Lethargy and Leuconychia. J Orthomol Med 5(4):198-201, 1988/89.
39 Kapuste, Hannes: LSD gilt nicht als Heilmttel. In: Mein Recht als Arzt als Pflichterfüllung. Institut für Ausbildungsforschung, München, 1992.
40 Kapuste, Hannes: Nutriologische Psychiatrie, Vorwort des Herausgebers. Institut für Ausbildungsforschung, 1996.
41 Roth HP und Kirchgessner: Zinkmangel-Diagnose mittels der alkalischen Phosphaseaktivität im Serum vor und nach einer Zinkinjektion. Zbl Vet Med (Berl) A, 27, 290-97, 1980.
42 Roth HP und Kirchgessner: Zn-Bindungsfähigkeit des Serums. Ein Parameter zur Diagnose von marginalem Zn-Mangel. Res Exp Med (Berl) 177, 213-219, 1980.
43 Eaton KK et al.: Diagnosing Human Zinc Deficiency. A Comparison between the Bryce-Smith Taste Test and the Sweat Mineral Analysis. J Nutr Med 1,2: 113-17, 1990.
44 Gaby AR. Editorial: Vitamin B6 toxicity: How much is too much? Townsend Letter for Doctors.. P. 184, May 1988.
45 Pfeiffer, Carl C: Zinc and Manganese in the Schizophrenias. J Orthomol Psychiat 12,3:215-34, 1983.
46 Ward NI: Assessment of Zinc Status and Oral Supplementation in Anorexia Nervosa.. J Nutr Med 1,3:171-77, 1990
47 Kapuste, Hannes: Der Faktor Zink in der Therapie (Manuskript), Institut für Ausbildungsforschung, München.
48 Randolph, Theron G und Moss, W: Allergien: Folgen von Umwelt und Ernährung. C.F. Müller Verlag, Heidelberg, 1993.
49 Grant ECG, Howard JMH, Davies S et al. Zinc deficiency in children with dyslexia: concentrations of zinc and other minerals in sweat and hair. Brit Med J 269:607-9, 1988.
50 Grant, Ellen: Sexual Chemistry - Understanding our Hormones, the Pill and HRT. Cedar, London 1994.
51 Lechner Helga: persönl. Mitteilung, Neckarsteinach.
52 Hoffer A, Osmond H: A card sort test helpful in making psychiatric diagnosis. J Neuropsych 306-30, 363-68, 1961.
53 Hoffer A, Kelm H, Osmond H: The Hoffer-Osmond Diagnostic Test. RA Krieger Publishing, Huntington NY, 1975. (Test Kit: Rehabilitation Research Foundation, Box BV, University, Ala 35486)
54 Howard JMH. Serum, leucocyte, sweat and hair zinc levels - a correlational study. J Nutr Med 1:119-26. (Biolab Medical Unit. 9 Weymouth Str. London WIN 3FF)
55 Becher, Barbara: Zink - ein Schlüsselelement in der orthomolekularen Therapie. J für Orthom Med 2:152-66, 1955.
56 Gorchein A: Urine Concentration of 3-ethyl-5-hydroxy-4,5-dimethyl-pyrroline-2-one / Mauve-Factor / is not Causally Related to Schizophrenia or or to Acute Intermittent Porphyria. Clin Sci 58:469-76, 1980.
57 Lietha, Roman: Persönliche Mitteilung. Institut für angewandte Biologie, Zürcherstr. 146, CH-8640 Rapperswil.
58 Pepplinkhuizen L, Bruinvels J: Intermittent Psychosis Due to Porphyria. Abstr. VI World Cong Psychiat Honolulu, No 1045, 1977.



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A N H A N G 

Ausgewählte Zink-Metalloenzyme in Publikationen über Zink (47)

1. nach Enzymklassen

Oxydoreduktasen: 01) Alkohol-Dehydrogenase (Alkoholvergiftung, Sehstörung), 02) Lactat-Dehydrogenase, 03 Malat-Dehydrogenase (Zitronensäurezyklus), 04) Glycerinaldehyphosphat-Dehydrogenase, 05) Glutamat-Dehydrogenase, (verminderte Aktivität im Gehirn), 06) Superoxyddismutase (reduziert); Transferasen: 07) Aspartat-Transcarbamylase, 08) Ornithin-Carbamyl-transferase (Hyperammonämie, hepatische Enzephalopathie), 09) RNA-Polymerase (Schlüsselenzym, Nukleinsäurestoffwechsel), 10) DNA-Polymerase (Schlüsselenzym, Nukleinsäurestoffwechsel, neuerdings bezweifelt), 11) Phosphoglucomutase, 12) reverse Transkriptase (Schlüsselenzym, Nukleinsäurestoffwechsel), 13) terminale Desoxynucleotidtransferase; Hydrolasen: 14) Alkalische Phosphatase (Zn-Mangelindikator, Anhäufung von Metaboliten, im Gehirn vermindert, Wachstumsstörung), 15) 5' Nucleotidase (Zn-Mangelindikator), 16) Fructose-1,6-biphosphatase, 17) Phosphodiesterase, 18) Phospholipase C, 19) +-Amylase, 20) +-Mannosidase, 21) Aminotripeptidase, 22) Leucin-Aminopeptidase, 23) Dipeptidase, 24) Angiotensin-converting-Enzym, 25) Carboxypeptidase A, (Pankreas 65%, Ausbleiben der Proteinsynthese) 26) Carboxypeptidase B, 27) Elastase 28) neutrale ProTease, 29) Kollagenase, 30) Aminoacylase, 31) AMP-Desaminase, 32) AMP-Aminohydrolase, 33) Pyrophosphatase); Lyasen: 34) Fructose-1,6-biphosphat-aldolase, 35) Carboanhydrase (bedingter Zn-Mangelindikator Acidose), 36 +-Aminolävulinsäure-Dehydratase (47% im Blut, Häm-Synthesestörung), 37) GT-Glyoxalase I; Isomerasen: 38) Phosphomannose-Isomerase; Ligasen: 39) +RNA-Synthetase, 40) Pyruvat-carboxylase;

nicht klassifiziert: 41) Thymidin-Kinase (Schlüsselenzym, Nukleinsäuresynthese, ver minderte Aktivität im Gehirn), 42) Ribonuklease (Schlüsselenzym Nukleinsäurekatabolismus, bei Zn-Mangel regulativ erhöht), 43) Pyridoxalkinase (ATP-abhängig, phosphoryliert Pyridoxol & Pyridoxal), 44) Dopamin-β-Hydroxylase, 45) 2'-3'zyklisches Nukleotid, 46) 3-Phosphohydrolase (verminderte Aktivität im Gehirn) 47) Phenyläthanolamin-N-Methyltransferase (verminderte Aktivität im Gehirn) 48) Glutaminsynthetase (verminderte Aktivität im Muskel Glutamin vermindert, Anstieg von Ammoniak) 49) Ca-abhängige ATPase (Störungen des Zellstoffwechsels, der interzellulären Kommunikation, durch Zn inhibiert), 50) Nukleosidphosphorylase (Lymphozyten) 51) Cysteamin-oxygenase, 52) Arginase (Zn-aktiviert) 53) Enolase (Zn-aktiviert), 54) Glutamat-Dekarboxylase (Zn-gehemmt], 55) Propylhydroxylase (eisenabhängig, Hemmung durch Zn ist antifibrotisch) 56) Lysyloxidase (Cu-abhängig, benötigt B6, das bei Zinkmangel nicht phosphoryliert wird), 57) Gustin (in Geschmacksknospen).

2. Alphabetisch:

36) +-Aminolävulinsäure-Dehydratase, 19) +-Amylase, 20) +-Mannosidase, 39) +-RNA-Synthetase, 45) 2'-3'zyklisches Nukleotid, 46) 3-Phosphohydrolase, 15) 5' Nucleotidase, 14) Alkalische Phosphatase, 01) Alkohol-Dehydrogenase, 30) Aminoacylase, 21) Aminotripeptidase, 32) AMP-Aminohydrolase, 31) AMP-Desaminase, 24) Angiotensin-converting-Enzym, 52) Arginase, 07) Aspartat-Transcarbamylase, 49) Ca-abhängige ATPase, 35) Carboanhydrase, 26) Carboxypeptidase B, 25) Carboxypeptidase A, 51) Cysteamin-oxygenase, 23) Dipeptidase, 10) DNA-Polymerase, 44) Dopamin-β-Hydroxylase, 27) Elastase, 53) Enolase, 16) Fructose-1,6-biphosphatase, 34) Fructose-1,6-biphosphat-aldolase, 54) Glutamat-Dekarboxylase, 05) Glutamat-Dehydrogenase, 48) Glutaminsynthetase, 04) Glycerinaldehyphosphat-Dehydrogenase, 37) GT-Glyoxalase I, 38) Phosphomannose-Isomerase, 57) Gustin, 29) Kollagenase, 02) Lactat-Dehydrogenase, 22) Leucin-Aminopeptidase, 56) Lysyloxidase, 03) Malat-Dehydrogenase, 28) neutrale ProTease, 50) Nukleosidphosphorylase, 08) Ornithin-Carbamyl-transferase, 47) Phenyläthanolamin-N-Methyltransferase, 17) Phosphodiesterase, 11) Phosphoglucomutase, 18) Phospholipase C, 55) Propylhydroxylase, 43) Pyridoxalkinase, 33) Pyrophosphatase), 40) Pyruvat-carboxylase, 12) reverse Transkriptase, 42) Ribonuklease, 09) RNA-Polymerase, 06) Superoxyddismutase, 13) terminale Desoxynucleotidtransferase, 41) Thymidin-Kinase.

Dr. med. Hannes Kapuste.
München.



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