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RECHTLICHES


Die Frage

Ein relativ bekannter und inzwischen in hohem Alter verstorbener Amsterdamer Arzt, Dr. Hardenberg, der während seines langen Lebens einige Jahre als Versicherungsarzt gewirkt hatte, erzählte einst aus dieser Zeit.

Es gibt, so berichtete er, Menschen, die einen oft unbewussten Willen zum Tode in sich tragen. Dieser Wille kann entstehen, wenn Umweltforderungen und persönliche Beschaffenheit eines Betroffenen sich derart diametral gegenüber stehen, dass ein Weiterleben unerträglich erscheint.

Diese Menschen, so Dr. Hardenberg weiter, seien entweder nicht oder nur mit erhöhter Pauschalen zu versichern, da sie in Gefahrensituationen dazu neigen, gearde den Bruchteil einer Sekunde zu spät zu reagieren, der nötig ist, um den Tod zu finden oder dann doch um zu Schaden zu kommen. Kannte Hardenberg solche Menschen aus seiner Zeit als Versicherungsarzt, so kenne ich sie aus natürlicher Neugierde für die menschliche Natur. Es gibt sie wirklich. Was soll mit ihnen geschehen?
Haben Sie, meine Damen und Herren Psychologen, meine Damen und Herren Fachleute und Experten, helfende Mittel, helfende Technikrn zur Hand, die diesen Menschen ein unbeschwertes Leben ermöglichen? Ich sage Ihnen ins Gesicht: Sie haben nichts, was diesen Menschen dauerhaft helfen würde. Ich aber weiß ein Mittel, dessen Verbot ihr allerdings unterstützt. Die vorläufig andauernde Verwendung von Morphin.


Carlitos Amsel vom Holunderstrauch



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