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Der Psychiater im Hintergrund
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DER PSYCHIATER IM HINTERGRUND.
Der Psychiater im Hintergrund ist immer der niederträchtige Strolch der unauffällig lauert, um Dich aus dem Wege zu räumen, wo das Gesetz es nicht vermag.
Nach nahezu sieben Jahren war ich endlich aus dem Gefängnis entlassen worden. Ich wusste aber, wäre es nach dem Psychiater im Hintergrund gegangen, ich wäre nie frei gelassen worden. Seiner Meinung nach hatte mein Verhalten in Freiheit bewiesen, ich sei ein unverbesserlicher Fall und dürfe deshalb nie wieder frei kommen. Hatte er mein Entlassungsdatum versäumt, oder war sein Einfluss geschmälert worden, so dass er meine Entlassung nicht verhindern konnte? Ich wusste es nicht. Ich wusste aber, wollte ich frei bleiben, verließe ich besser so rasch wie möglich den Einflussbereich des Psychiaters im Hintergrund, bevor er von meiner Entlassung erfuhr und Maßnahmen in die Wege leitete, um sie rückgängig zu machen...
Frühmorgens, kurz nach Sonnenaufgang, stand ich unter freiem Himmel auf einem Feldweg an einem Wachhäuschen der Grenze zum Ausland. Es waren noch weitere Reisende anwesend, die ebenfalls über die Grenze wollten. Tautropfen glitzerten auf den Gräsern am Rande des Weges und die Sonne begann gerade zu wärmen, als ein Grenzer zu uns trat und unsere Reisepässe forderte. In polierten Schaftstiefeln, die Pässe in seinen Händen, verschwand er in dem Wachhäuschen. Kurze Zeit später kam er wieder und winkte mich zu sich. Während ich auf ihn zutrat, sah ich, wie einer seiner Kollegen allen anderen die Reispässe zurückgab, wonach ein Jeder ungehindert die Grenze überquerte. Ich dagegen, wurde festgenommen. Ein Grund für meine Festnahme wurde nicht genannt. Aber ich vermutete ihn zu wissen. Der Psychiater im Hintergrund war zu sich gekommen. Er hatte von meiner Freilassung erfahren und Hebel in Bewegung gesetzt, um mich wieder zurück zu holen. Zwar hatten unterschiedliche Nationen unterschiedliche Gesetze, doch die schwarze Kunst des Psychiaters im Hintergrund reichte über alle Grenzen hinweg...
Sie brachten mich in das kleine Gefängnis einer nahe gelegenen Ortschaft. Die Zelle war eng und schäbig. Die Matratze mit Seegras gefüllt, stank nach dem Staub und dem Urin von Jahrzehnten des Gefangenseins. Als ich in einem Sonnenstrahl, der durch die Gitter eines winzigen Fensters drang, das abgehärmte, verhungerte Profil eines Mitgefangenen enrkannte, rebellierte es in mir. Ich wurde unschuldig gefangen gehalten!
Eine mausgrau gealterte Frau, Gefängnisdirektorin und Gefängnisärztin zugleich, saß hinter einem roh zugehauenen hölzernen Schreibtisch. Sie hatte die Aufgabe, mir die Dauer meiner bevorstehenden Haft zu offenbaren, verschleierte sie aber dann doch geschickt hinter vielen nichtssagenden Redewendungen. Da wusste ich, hier wirkte der Psychiater im Hintergrund, dessen schwarze Kunst auf derselben Undeutlichkeit beruhte. Dies würde gewiss mein letzter Gefängnisaufenthalt sein, denn von hier, so schien mir, käme ich nie wieder frei...-
Einige Tage später wurde ich in einem Kleinbus an einen Ort gefahren, der aus mehreren identisch aussehenden Gebäuden bestand. Wir hielten an einem Gebäude mit vergitterten Fenstern, von stacheldrahtbewehrtem Zaun umgeben und umstanden von hohen schattigen Tannen. Dort begleitete man mich ins Gebäudeinnere. In einem schmutzigen Empfangsraum kam mir ein Mann entgegen. Er trug einen weißen Arbeitskittel. Lächelnd, reichte er mir seine Hand zum Gruße. Es war der Psychiater im Hintergrund...-
Carlitos Amsel vom Holunderstrauch
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Walters Pein | The Pinchers
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